Wasser aus dem Lautsprecher bekommen: Ich habe alles getestet

Ich habe dasselbe alte Testhandy immer wieder nass gemacht und jeden Trick ausprobiert, den ich finden konnte. Die meisten waren enttäuschend. Einer nicht.

Ich habe ziemlich oft mit nassen Handys zu tun. Freunde drücken sie mir am Pool in die Hand, Verwandte schreiben mir aus dem Badezimmer, und irgendwann wurde ich zu der Person, die "das mit dem Ton" kennt. Also wollte ich das einmal richtig klären: ein Handy nehmen, den Lautsprecher jedes Mal auf die gleiche Weise nass machen und jede Methode gegeneinander antreten lassen, von der ich je gehört hatte.

So haben sie sich tatsächlich geschlagen.

Reis: der berühmte Flop

Ich habe dem Reis eine volle Stunde gegeben, komplett eingegraben und alles. Als ich das Handy herausholte, klang der Lautsprecher immer noch dumpf – und jetzt klebte zusätzlich ein Stärkekorn in der Nähe der Öffnung, das ich herausfischen musste. Wenn Reis bei dir einmal "funktioniert" hat, ist das Handy mit ziemlicher Sicherheit trotzdem von selbst getrocknet.

Klopfen und Schwerkraft: eine echte, aber halbe Hilfe

Das Handy mit dem Lautsprecher nach unten zu halten und gegen meine Handfläche zu klopfen, hat sichtbar ein paar Tropfen gelöst. Als erster Schritt lohnt sich das durchaus. Aber allein hat es den dumpfen Klang nie vollständig weggebracht – im Inneren des Gitters blieb immer etwas Wasser hängen, an das die Schwerkraft nicht herankam.

Ventilator: langsam und nur von außen

Nach zwanzig Minuten vor dem Ventilator war die Außenseite knochentrocken, und der Lautsprecher klang immer noch, als läge er unter Wasser. Luftstrom kann kein Wasser herausdrücken, das er gar nicht erreicht.

Gestimmter Ton: der Einzige, der es wirklich schaffte

Dann habe ich einen fein abgestimmten, tiefen Ton über den Lautsprecher abgespielt, das Handy mit der Öffnung nach unten über ein Handtuch gehalten. Schon nach ein paar Sekunden sah ich einen feinen Sprühnebel und ein paar Tropfen auf dem Stoff, der Ton knisterte kurz – und dann wurde er klar. Volle Lautstärke, kein Dumpfsein mehr. Ein einziger 25-Sekunden-Durchlauf schaffte, woran eine Stunde Reis gescheitert war.

Sobald man versteht, warum, ergibt es Sinn: Ein tiefer Ton bewegt die Lautsprechermembran so stark, dass sie das Wasser buchstäblich durch dieselben Öffnungen wieder hinausdrückt, durch die es hineingekommen ist. Die Wissenschaft dahinter erkläre ich hier ausführlicher. Du kannst genau diesen Ton direkt im Browser ausprobieren – ganz ohne Installation – oder Eject Pro nutzen für einen stärkeren, auf dein Gerät abgestimmten Frequenzdurchlauf.

Mein Fazit

Wenn ich jemandem bei einem nassen Handy nur einen einzigen Rat geben dürfte: Lass den Reis weg, klopfe es ein paar Mal mit dem Lautsprecher nach unten aus, und lass dann gestimmten Ton die eigentliche Arbeit machen. Alles andere landet weit abgeschlagen dahinter.

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